Nahrungsaufnahme: das weltschlechteste Laugengebäck

LaugenbrezelUm im Thema zu bleiben hier ein dritter Beitrag zur Ernährung. Ich mag Laugengebäck. Am liebsten frisch aus dem Backofen. Was ich nicht mag ist, wenn sich Brötchen ein Laugengebäckkostüm überziehen. Solch ein Machwerk der deutschen Bäckerskunst findet man in Mönchengladbach beim Bäcker Reisberg am Eikener Markt und in Düsseldorf Heerdt beim Bäcker vorne im real auf der Schießstrasse 31. Naiverweise habe ich geglaubt, daß man beim Bäcker bessere Ware bekommt als im Supermarkt selber. Doch das Laugengebäck beim real ist wenigstens als solches zu bezeichnen. Wohingegen die Brötchenvariante vermutlich noch nie Lauge gesehen hat. Jedenfalls schmeckt das Zeugs wie ein normales Brötchen mit Salz. Wer sich an gutem Backwerk laben möchte, sollte den Bäcker seines Vertrauens also besser zwei Mal prüfen.

Nahrungsaufnahme zuhause von Pizza One

Weil Nahrungsaufnahme leider eines meiner Lieblingsthemen ist, hier gleich noch ein Erfahrungsbericht zum Thema Essen.
Diesmal gab es „Essen auf Rädern“ von Pizza One. Im Produktportfolio gibt es nicht nur klassische italienische Küche, sondern auch Chinaware. Wir bestellten Pizza Hawaii (american style mit doppeltem Boden) und Ente irgendwas. Ich mach’s mal kurz und schmerzlos. Das Essen wurde zügig und ordentlich heiß geliefert. Soweit zum Guten was man über Pizza One sagen kann. Der Bote war – wie soll ich’s sagen? – nicht direkt unhöflich. Aber auch nicht so freundlich, wie ich es erwartet hätte und von anderen kenne. Kein „Danke“ zum Trinkgeld – sowas geht nicht. Die Form der Darbietung war also mäßig. Inhaltlich war die Pizza mit einer Bodendicke gesegnet, die einer Pizza mit italienischem Boden zur Ehre gereicht hätte, wenn er knusprig statt schlabbrig gewesen wäre. Die Ananas hatten einen leicht angesäuerten Geschmack und schienen leicht angegohren. Aber sauer macht lustig und ein wenig unkontrolliert erzeugter Fruchtwein hat auch noch nicht geschadet…
Die Ente habe ich nicht verköstigt. Es soll aber nur wenig schlechtere Flügeltiere geben. Interessant ist, daß Pizza One mit ihrem original chinesischen Koch wirbt. Da verstehe ich die Qualität der Pizza. Aber die Ente hätte eigentlich besser ausfallen müssen.
Da bleiben wir doch lieber bei unserer Haus und Hof Pizzeria Pinocchio Junior.

Nahrungsaufnahme in der Küppersmühle im Duisburger Innenhafen

So Freunde, jetzt ist es soweit. Eigentlich bin ich kein Freund von direkter unverblümter Kritik. Doch heute gestern (also am Sonntag, 13.04.2008) war ich mit meiner Schwester in der Küppersmühle im Duisburger Innenhafen essen. Als wir loszogen war uns nach Kaffe und Kuchen. Vor Ort – und nach einem Blick auf die Uhr – haben wir uns dann doch was Warmes gegönnt. Meine Schwester bestellte einen Salat Florida (mit exotischen Früchten!). Da sie allergisch auf Zwiebeln reagiert fragte sie, ob welche enthalten seien. „Ja, in der Vinaigrette“, gab die Bedienung zum besten. Ob es denn alternative Dressings gäbe. „Wir haben nur das eine Dressing. Die Vinaigrette.“ Die Frage nach Essig und Öl, oder ein wenig Jughurt hat die Bedienung vollkommen überfordert. Hier ist der Kunde anscheinend Bettelmann. Meine Anmerkung, daß die Auswahl zwischen einem Dressing vielleicht etwas spartanisch sei wurde, so wortwörtlich, „hingenommen“. Das Personal legt hier auch keinen großen Ehrgeiz an den Tag den Kunden zufrieden zu stellen. Als das Essen kam, erblickten wir auf dem Nachbartisch einen dieser üblichen Tischständer mit – tadaaa – Essig und Öl. Es geht ja doch! Hier kennt das Personal noch nichtmal das eigene Haus! Die Putenbruststreifen waren ok. Die „exotischen Früchte“ kamen aus irgendeiner Obstsalat-Dose und waren keineswegs frisch zubereitete Früchte.
Meine Wahl fiel auf „Mutters Küche“ und so hatte ich mir eine Roulade bestellt. Und das meinten die wirklich ernst: Es war eine abgezählte einzelne Roulade. Dafür ein etwas größeres Exemplar. Mit seltsamer Füllung, über die ich nicht weiter nachdenken möchte. Der Rotkohl war lauwarm, die Salzkartoffeln so la la.
Not amused war ich über diesen Fund im Essen.Kafferahmdeckel als Saucenbindemittel
Der Kommentar vom zuvorkommenden Personal war, „ich bringe ihnen eine neue Portion“. Leider keine Entschuldigung und kein Wort des Bedauerns. Die zweite Portion war dann ok und wenigstens heiß. Wer sich einmal so richtig gruseln und beim Essen etwas erleben möchte, der sollte einkehren in des Bettelmanns Gruselmühle.Gruselmühle

Konzert – Unheilig am 27.03.2008 in der Kulturfabrik Krefeld

Über ein halbes Jahr habe ich mich auf diesen Termin gefreut. Am Donnerstag, 27.03.2008, ist es dann so weit. Unheilig spielt im Rahmen seiner Puppenspiel-Tour in der Kulturfabrik Krefeld auf. Doch vor der Kür kommt die Pflicht.

Vor-Vor-Band sind die goJA moon ROCKAH. Für mein erstes Dafürhalten etwas unpassend, denn die Texte sind sehr jung mit entsprechender inhaltlicher Orientierung. Musikalisch aber durchaus nicht uninteressant. Für Fans des zeitgenössischen Synthie-Pops durchaus mal ein Ohr wert.

Vor-Band ist Down Below. Aus Sachsen-Anhalt kommend, spielen sie eine Mischung aus Pop, Rock und Gothic. Teilweise etwas schwierig, teilweise durchaus hörenswert, passten sie thematisch recht gut ins Vorprogramm von Unheilig. Schickt sie noch ein Weilchen auf die Wiese, dann können da durchaus ein paar Diamanten hinten rauskommen.

Unheilig - Bühne frei!Dann ist es soweit. In typischer Weise beginnt das Konzert. Die Bühne ist in fahles Lichts gehüllt. Nur Licky und Henning sind schon am Gerät und bringen die ersten Elektronen zum vibrieren. Die Stimme von Dem Graf wird eingespielt.

Der Vorhang ist geschlossen
Und Furcht raubt mir die Luft
Wer wartet auf mein Kommen
Mein Herz zerreißt die Brust

Ich will euch alles geben
Ich schenk euch meinen Traum

Vorhang auf…
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CeBit’08 – wofür soll das gut sein

Mittwoch, viel zu früh. Heute geht’s zur CeBit nach Hannover. Mindestens 7 Stunden Autobahn und etliche Stunden in stickigen, überfüllten, menschengefüllten Flugzeughangars ohne Flugzeuge. Statt derer wurden kleine Abstellkammern für Asiaten installiert. Dort werden frühpensionierte Arbeitsdronen endgelagert. Manche sitzen apathisch hinter dem Tresen; Andere friemeln vor sich hin, so wie ich als Kind früher die Revell-Plastikbausätzen zusammen gebaut habe. Die Agilsten lächeln einen freundlich an und versuchen englische Konversatzion zu starten. – Womit sie bei mir an der richtigen Adresse sind. Jetzt wird erbarmungslos zurück gelächelt. Sobald sie verstanden haben, daß ich sie nicht verstand, bzw. verstehen wollte, gaben sie auf und zeigten oft ihr wahres Gesicht. Frustriert, verbraucht, fern der Heimat – ausgesetzt in kleinen Kästen um Langnasen ihre von Landarbeiterinnen zusammengelötete Hightech schmackhaft zu machen. Als wäre das nicht genug werden ihnen dann auch noch (zurecht!) ihre Plagiate mit Polizeigewalt weggenommen. – Ein hartes Los.
Vergeblich sucht man hier auf der Messe nach sinnvollen Dienstleistungen. So wäre es doch mal eine wohltuende Abwechslung, wenn nett lächelnde Damen des asiatischen Kontinents mir keine MP3-Player, Navis oder VoIP-Lösungen andrehen wollten, sondern mir statt dessen eine ordentliche Massage verpassten. Oder wenn es asiatische Speisen gäbe, statt Bockwürstchen in Gummibrötchen für eine Zillion Euro.
Zumindest kulinarisch und monetär habe ich es der Messe so richtig gezeigt. Abends zuvor habe ich mir meinen Proviant für diesen Tag zurechtgelegt: Acht Pfannkuchen, 200g Schokolade, einem Dutzend Balisto, 200g Kindencountry – abgerundet mit drei Litern Pepsi light und einem Liter Kakao. – Lebend kriegen die mich nie!